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    RNA Therapien in der Onkologie

    Februar 2025
    Mag. pharm Victoria Prymaka

    RNA-Therapien in der Onkologie: Entwicklungen und Erkenntnisse aus klinischen Studien

    In den letzten Jahren haben sich RNA-Therapeutika als bahnbrechender Ansatz in der medizinischen Forschung etabliert. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit zur Basenmodifikation, die erheblich zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen beigetragen hat und 2023 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Nun liegt der Fokus darauf, das immunaktivierende Potenzial der RNA in der Onkologie zu nutzen, wobei mRNA-Therapien eine führende Rolle spielen.

    Vorteile von mRNA-Therapien:

    mRNA-Therapien bieten im Vergleich zu herkömmlichen Therapien wie rekombinanten Proteinen und Plasmid-DNA einzigartige Vorteile: Sie ermöglichen eine nicht-integrierende, zellfreie Produktion, bieten verbesserte Spezifität und Wirksamkeit und verfolgen einen personalisierten, patientenorientierten Ansatz. Zudem haben sie die Fähigkeit schwer behandelbare Zielstrukturen mit minimalen Nebenwirkungen anzugreifen.

    Aktuelle Entwicklungen und Wirkstrategien:

    Aktuell befinden sich nur wenige mRNA-Therapien in der späten klinischen Entwicklung. Zu den führenden Kandidaten gehören GRANITE von Gritstone Bio und der personalisierte Krebsimpfstoff mRNA-4157 von Moderna, die voraussichtlich 2027 bzw. 2030 auf den Markt kommen werden. MRNA-Therapien nutzen synthetische oder modifizierte mRNA-Transkripte, um tumorassoziierte/tumorspezifische Antigene an Antigen-präsentierende Zellen zu liefern und so eine Immunreaktion auszulösen. MRNA-basierte Krebsimpfstoffe sind der am häufigsten verwendete mRNA-basierte Ansatz zur Krebsbekämpfung. Diese Impfstoffe sollen therapeutisch eingesetzt werden, indem sie die Expression krankheitsverursachender Gene und Proteine verändern.

    Pipeline und klinische Studien:

    Stand Oktober 2024 gibt es 36 mRNA-basierte Onkologietherapien in der Entwicklung, hauptsächlich für solide Tumore. Insgesamt sind 51 klinische Studien erfasst, viele davon in den frühen Phasen I und II. Unternehmen wie Moderna, BioNTech und CureVac treiben das Feld voran und haben mehrere Impfstoffe in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien.

    Zukunftsperspektiven:

    Die Zukunft der mRNA-Therapien in der Onkologie sieht vielversprechend aus. mRNA-Krebsimpfstoffe entwickeln sich zu einer vielversprechenden Option für personalisierte Krebsbehandlungen. Kombinationen von mRNA-Therapien mit anderen Behandlungsoptionen wie Immun-Checkpoint-Inhibitoren, Chemotherapie und Strahlentherapie zeigen erste vielversprechende Ansätze zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung und Wirksamkeit.

    Weitere Informationen entnehmen Sie gerne folgendem Artikel der Autoren Chetna Kaushik, Insights Associate IQVIA Pipeline Link/Trial Link & Tanvi Rawal, Manager IQVIA Pipeline Link/Trial Link: mRNA Therapies in Oncology: Key Pipeline Developments and Clinical Trial Insights

    Für Fragen wenden Sie sich an:
    Mag. pharm Victoria Prymaka
    IQVIA Information Solutions GmbH
    Stella-Klein-Löw-Weg 15, 1020 Wien
    E-Mail: victoria.prymaka@iqvia.com
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