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    Liebe Apothekerin, lieber Apotheker!

    Januar 2026
    Bernhard Hattinger

    Auf den rasanten Fortschritt bei den neuen Behandlungsmöglichkeiten gegen Adipositas haben wir im Rahmen unserer Newsletter schon mehrmals ein Schlaglicht geworfen. Mit Sicherheit zählen die Entwicklungen auf diesem Gebiet zu den wichtigsten Innovationen der letzten Jahre, die direkt Niederschlag im extramuralen Bereich und einem vergleichsweise großen Bevölkerungssegment finden.

    Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass pharmakologische Therapien erfolgreich sind. Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, wie schnell und in welchem Umfang sie in der Regelversorgung zum Einsatz kommen.
    Global betrachtet tritt der Adipositasmarkt nach der Stabilisierung von 2025 in diesem Jahr in eine neue Phase der Beschleunigung ein. Klinische Fortschritte, politische Impulse und veränderte Marktmechanismen wirken zusammen und verändern, wie Adipositas weltweit behandelt wird.

    Neue Wirkstoffe und Darreichungsformen
    Mit der Einführung oraler GLP-1-Rezeptoragonisten verändert sich die Therapielandschaft. Diese Präparate ergänzen bestehende Injektionslösungen um eine anwenderfreundlichere Option, die für viele Patient:innen niedrigere Einstiegshürden schaffen dürfte. Parallel dazu entwickelt sich die Innovationspipeline deutlich weiter. Neben verbesserten GLP-1-basierten Therapien gewinnen Multi-Pathway-Ansätze an Bedeutung, darunter duale Wirkmechanismen (z. B. GLP-1/GIP oder GLP-1/Amylin) sowie neue orale Wirkstoffklassen. Diese Entwicklungen zielen auf eine höhere Wirksamkeit, bessere Verträglichkeit und eine individuellere Therapieauswahl ab. Für einzelne Programme werden regulatorische Einreichungen und erste Entscheidungen ab 2026 erwartet.

    Globale Preisentwicklung & Generika
    Der Patentschutz für Semaglutid beginnt in Ländern wie Indien, Kanada, Brasilien, China und der Türkei auszulaufen. Regionen, in denen etwa 40 % der Weltbevölkerung und rund ein Drittel der übergewichtigen Erwachsenen leben. Generische Präparate könnten den Zugang deutlich erleichtern, insbesondere in Gesundheitssystemen mit bisher eingeschränkter Kostenerstattung. Mit dem Markteintritt wird sich die Preisdynamik verändern und damit auch die Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit. Für die Nutzer könnte dies zu einer Ausweitung des privaten Marktes führen, und für die Kostenträger könnte dies einen erschwinglichen Einstiegspunkt für die öffentliche Erstattung bieten.

    Versorgungsalltag und politische Signale
    Wachsende Fallzahlen und eine breitere Anwendung erfordern eine belastbare Datenbasis zur Therapie unter Alltagsbedingungen. Real-World-Daten liefern Hinweise auf Adhärenz, Therapieabbrüche, Nutzen bei Komorbiditäten und Anwendung außerhalb spezialisierter Zentren. Mehrere Beobachtungsprogramme und Registerstudien sind 2026 in Planung oder bereits gestartet.

    Auch politisch bewegt sich der Markt. Neue Programme in den USA und anderen Ländern unterstreichen die Anerkennung von Adipositas als chronischer Erkrankung. In Europa wächst der Druck, Versorgungslücken zu schließen. In vielen Ländern könnte neue Evidenz die Diskussion um Erstattungsfähigkeit neu anstoßen.

    Für 2026 erwarten wir daher folgende Entwicklungen für den Adipositas-Markt:

    • Orale Formulierungen & auslaufende Patente erleichtern den Zugang
    • Innovationen erweitern die therapeutische Perspektive über Gewichtsreduktion hinaus
    • Der Markt entwickelt sich hin zu integrierten Lösungen für chronische Erkrankungen

    Weitere Hintergründe und vertiefende Daten finden Sie im kostenfrei verfügbaren Obesity Hub auf IQVA.com

    Wie sich die Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelverkäufe in verschiedenen Produktkategorien in Ihrer Apotheke und in Ihrem Umfeld entwickeln, können IQVIA-Panelpartner jederzeit schnell und einfach in den Feedbackdaten „IQVIA Pharmacy Intelligence POS“ (PIPOS) sowie in der mobilen App überprüfen. Für alle Fragen dazu steht Ihnen das IQVIA Supplier Relations Team gerne zur Verfügung: Bitte kontaktieren Sie Frau Mag. Marlies Novak unter marlies.novak@iqvia.com oder mich direkt unter bernhard.hattinger@iqvia.com

    Auf den nachfolgenden Seiten haben wir außerdem wieder einzelne Produktkategorien herausgegriffen und näher für Sie analysiert, sowie die Marktführer in den einzelnen Segmenten beleuchtet. Alle Marktanalysen stammen aus unserem Apothekenfeedbacksystem PIPOS (IQVIA Pharmacy Intelligence POS).

    Mit besten Grüßen

    Bernhard Hattinger
    Supplier Relations Management Österreich

    Bernhard Hattinger
    IQVIA Information Solutions GmbH
    Stella-Klein-Löw-Weg 15, 1020 Wien
    M: +43 (0) 664 8000 2336
    E-Mail: bernhard.hattinger@iqvia.com
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