Im Juni fand in Berlin die 62. Jahrestagung der AESGP, der Vereinigung der Europäischen Self-Care Industrie, statt. Tenor der Tagung war, dass Apotheken aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit und der professionellen Beratung weiterhin die wichtigste Anlaufstelle für Self-Care Produkte in Europa sind. Ein wichtiges Thema war der Wandel von der traditionellen Medikamentenabgabe hin zu einer umfassenderen Gesundheitsversorgung und Unterstützung des Self-Care Ansatzes, mit Apotheken, die ihr Angebot zunehmend über die reine Medikamentenabgabe hinaus erweitern.
Thomas Heil, Vizepräsident von IQVIA Consumer Health, sprach im Rahmen der Tagung über die Zukunft des Consumer Health Marktes. Er vertrat die These, dass diese zunehmend in der Unterstützung der Gesundheitserhaltung liegen wird. Er erläuterte, warum präventionsorientierte Produkte traditionelle Behandlungskategorien übertreffen und was dies für die Zukunft der Branche bedeutet. Die wichtigsten Punkte wurden in einem IQVIA-Blog veröffentlicht, aus dem wir einige Highlights präsentieren:
Es gibt weiterhin Wachstum, aber nicht mehr in den Kategorien, in denen in der Vergangenheit das stärkste Wachstum zu verzeichnen war. Zwei Entwicklungen verändern die Wachstumsaussichten der Branche: Die größten Kategorien im Bereich Consumer Health sind nicht mehr die stärksten Wachstumstreiber und präventionsorientierte Kategorien wachsen etwa dreimal so schnell wie traditionelle Behandlungskategorien.
Dies deutet darauf hin, dass sich Consumer Health von einer Branche, die auf Krankheitsepisoden abzielt, zu einer Branche entwickelt, die auf kontinuierliches Gesundheitsmanagement setzt. Dieser Wandel ist jedoch derzeit leicht zu übersehen, da die Entwicklung der Marktzahlen nicht dramatisch erscheint. Der europäische Consumer-Health-Markt wächst zwar weiterhin, wenn auch moderat, doch das Mengenwachstum ist seit einiger Zeit rückläufig:

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Die Analyse zeigt, dass tatsächlich immer weniger Packungen verkauft werden. Das Umsatzwachstum wird zunehmend durch Preiserhöhungen sowie durch den Wechsel der Konsumenten zu höherpreisigen Produkten getragen.
Die am schnellsten wachsenden Kategorien verändern sich
Husten- und Erkältungsmittel sind zwar weiterhin die größte OTC-Kategorie in Europa, doch war diese Kategorie rückläufig. Gleichzeitig wuchs die Kategorie Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel um fast 7 %, und auch der Bereich Verdauungsgesundheit expandierte stetig.
Das Wachstum scheint vorwiegend im Bereich der „präventiven“ Kategorien stattzufinden. Und genau diese Unterscheidung zwischen Behandlung und Prävention ist wichtig, da sie einen umfassenderen Wandel im Konsumverhalten widerspiegelt. Verbraucher beschäftigen sich nicht mehr nur mit ihrer Gesundheit, wenn Symptome auftreten, sondern Gesundheitsmanagement wird zunehmend Teil ihres Alltags.
Dies zeigt sich in den Kategorien mit dem stärksten Momentum. Probiotika, Magnesiumpräparate, Vitamin D, Eisenpräparate und Omega-3-Produkte zählen zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in Europa. Dabei handelt es sich nicht um ein kurzfristiges Phänomen: Vierjährige Wachstumstrends belegen, dass Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel sowie Produkte für die Verdauungsgesundheit weiterhin einen Großteil des Marktes an Wachstum übertreffen.
Der „Longevity“-Trend scheint hierbei eine Rolle zu spielen, ebenso wie ein allgemeiner Wandel im Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher. Trends wie „Wellbeing“ und „Longevity“ verändern das Verhalten und das Wachstum konzentriert sich zunehmend auf Präventionskategorien. Aus dieser Perspektive betrachtet, geht es in der Zukunft von Consumer Health nicht primär um eine effektivere Behandlung von Krankheiten, sondern zunehmend darum, Menschen zu helfen, länger gesund zu bleiben.
Den vollständigen Blogbeitrag zur Präsentation finden Sie unter folgendem Link:
Consumer Health’s future isn’t about treatment. It’s about helping people stay healthy. | IQVIA
Wie sich die Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelverkäufe in verschiedenen Produktkategorien in Ihrer Apotheke und in Ihrem Umfeld entwickeln, können IQVIA-Panelpartner jederzeit schnell und einfach in den Feedbackdaten „IQVIA Pharmacy Intelligence POS“ (PIPOS) sowie in der mobilen App überprüfen. Für alle Fragen dazu steht das IQVIA Supplier Relations Team gerne zur Verfügung.
Bitte kontaktieren Sie Marlies Novak unter marlies.novak@iqvia.com.
Außerdem haben wir auf den nachfolgenden Seiten wieder einzelne Produktkategorien herausgegriffen und näher analysiert sowie die Marktführer in den einzelnen Segmenten beleuchtet. Alle Marktanalysen stammen ebenfalls aus unserem Apothekenfeedbacksystem PIPOS (IQVIA Pharmacy Intelligence POS).
Mit besten Grüßen
Bernhard Hattinger
Supplier Relations Austria
