Wir blicken auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr zurück, zu dessen Ende wir Ihnen ein herzliches Danke sagen. Das gesamte Team von IQVIA wünscht Ihnen und Ihrer Familie eine wunderbare Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und ein fantastisches Neues Jahr. Wir freuen uns auf die bewährte Zusammenarbeit mit Ihnen im Jahr 2026!
Zum abschließenden Newsletter für 2025 haben wir eine Arbeit des IQVIA Institutes herausgegriffen, das die Unterschiede in männlicher und weiblicher Gesundheitsversorgung anhand ausgewählter Faktoren analysiert.
Dieser Bericht mit dem Titel „Quantifying Differences in Female and Male Healthcare: Evidence from Epidemiology, Trials, Therapeutics, Medicine Use, and Investments“ zeigt, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Krankheitslast, der Teilnahme an klinischen Studien, der Entwicklung neuer Medikamente und der Nutzung von Arzneimitteln weiterhin bestehen. Frauen sind in vielen Bereichen unterrepräsentiert, sowohl in der Forschung als auch in der Versorgung, obwohl sie einen Großteil der Krankheitslast tragen und mehr Medikamente nutzen. Investitionen in frauenspezifische Gesundheit und die Rolle von Gründerinnen nehmen zu, bleiben aber ausbaufähig.
Im Segment Krankheitslast und Prävalenz hat sich bestätigt, dass Krankheiten Frauen und Männer unterschiedlich betreffen. Bei 182 analysierten Krankheiten gab es in 50 Fällen eine Differenz von mehr als 5 % zwischen der geschlechtsspezifischen Krankheitslast und der Prävalenz – bei 10 Krankheiten mit höherer Belastung für Frauen, bei 40 für Männer.
Im Segment Klinische Studien wurde festgestellt, dass sowohl frauenspezifische als auch männerspezifische Krankheiten in klinischen Studien im Vergleich zur Krankheitslast und Prävalenz unterrepräsentiert sind:
- In 43 % der Studien (2015–2024) lag der Frauenanteil mehr als 5 % unter dem Paritätswert, bei Männern in 33 % der Studien.
- Besonders in Onkologie-Studien sind Frauen unterrepräsentiert: In 39 % der Studien waren Frauen um mehr als 5 % unterrepräsentiert, bei Männern nur in 25 %. 64 % der neuen Wirkstoffe sind zudem auf männlich dominierte Tumore ausgerichtet, nur 13 % auf weiblich dominierte (meist Brustkrebs).
Im Segment der Medikamentennutzung wurde festgestellt, dass weit mehr Verschreibungen auf „frauenspezifische“ Krankheiten entfallen als dies auf „männerspezifische“ der Fall war, mit einer Differenz von 35 %. Bei Adipositas und psychischen Erkrankungen erhalten Frauen mehr Rezepte als es ihrer Prävalenz entspricht. Die Nutzung von Hormontherapien bei Menopause steigt nach Sicherheitsbedenken in den 2000ern wieder, nicht-hormonelle Alternativen gewinnen an Bedeutung.
Auf den nachfolgenden Seiten haben wir außerdem wieder einzelne Produktkategorien herausgegriffen und näher für Sie analysiert sowie die Marktführer in den einzelnen Segmenten beleuchtet. Alle Marktanalysen stammen aus unserem Apothekenfeedbacksystem PIPOS (IQVIA Pharmacy Intelligence POS).
Mit besten Grüßen
Beatrix Linke
Country Lead Austria
